Redaktion

Von 9 bis 17.30 Uhr ist die Redaktion direkt erreichbar. Im zweiten Stock gestaltet die Mannschaft täglich alle lokalen Seiten, von der Seite 1 über Sport, Kultur, Kinder- und Jugendseiten, FrankenPfalz- und Oberpfalzseiten bis zu den vielen Themenbeilagen. Zwei Korrektoren kümmern sich im Wechsel um Schreib- oder sachliche Fehler.

Auch wenn Redakteure und freie Mitarbeiter bei vielen Veranstaltungen vor Ort sind, können sie nicht überall gleichzeitig sein. Deshalb sind sie stets für Tipps dankbar. Hunderte von Vereinen im Landkreis senden oft Mails mit Bildern und Texten.

Kontakt

Tel. 09151 / 7307-41 bis -47
Mail lokales@nullhersbrucker-zeitung.de

Einen Blick auf historische Meldungen riskieren?!

Themen, die Hersbruck einst bewegten: Die folgenden Meldungen aus 160 Jahren in Wochenblatt und HZ künden nicht vom großen Weltgeschehen. Sie zeigen, was unsere Vorfahren im Hersbrucker Raum damals besonders interessiert und bewegt hat.

Die Preußen kommen!

Wir beginnen im Jahr 1866, als im deutschen Bruderkrieg die Bayern zusammen mit Österreich gegen Preußen gekämpft und verloren haben. Nun erwarten die Hersbrucker voller Angst den Einmarsch der siegreichen Preußen. Das Wochenblatt meldet am 10. August 1866: Soeben, vormittags neun Uhr, zieht Mecklenburgisches Militär, hübsche Leute, mit klingendem Spiel hier ein, um einquartiert zu werden. Nachdem sich die „Besatzer“ sehr schnell mit den Einheimischen verbrüdert haben, heißt es im Abschiedswort ihres Befehlshabers: Möge das freudige Erkennen ächt deutschen Wesens bei allen Stammesgenossen aus Nord und Süd, die sich hier begegneten, ein dauerhaftes Band gegenseitiger Achtung und Eintracht begründet haben!

Suppenküche für Arme

Das ganze Elend in den Jahren nach dem ersten Weltkrieg kommt in einer HZ-Meldung vom 19. Oktober 1923 zum Ausdruck: Um den Ärmsten der hiesigen Bevölkerung die große Not, die der Winter bei der furchtbaren Teuerung bringen wird, lindern zu helfen, haben Stadtrat und Armenrat die Einrichtung einer Wärmestube und Suppenküche beschlossen, wo denen, die am härtesten von dem Elend betroffen sind, wenigstens einige Male in der Woche eine wärmende und stärkende Suppe verabreicht werden soll.

Der Arzbergturm

In den 80er und 90er Jahren des 19. Jahrhunderts entfaltete der Hersbrucker Verschönerungsverein eine fruchtbare Tätigkeit. Eines seiner großen Projekte war – neben den Anlagen und der Gaststätte auf dem Michelsberg – der Bau des Arzbergturms: 17. Juli 1885. Gestern fand bei prächtigem Wetter die feierliche Grundsteinlegung zum Aussichtsturm auf dem Arzberg statt, zu welcher sich ein sehr zahlreiches Publikum eingefunden hatte.

Das erste Auto

Am 13. Juli 1894 meldet das Wochenblatt: Heute früh passierte ein noch ungewohntes Fahrzeug, eine Motorchaise, unsere Stadt und erregte großes Aufsehen. Es sieht sich aber auch etwas ungewöhnlich an, wenn die Chaise ohne Pferde und ohne merkbare Maschinen eilig dahinrollt.

Neues Gymnasium

Das Jahr 1903 war wichtig für die Entwicklung des Hersbrucker Gymnasiums. Meldung vom 12. September dieses Jahres: Mit Beginn des neuen Schuljahres rückt die hiesige königliche Lateinschule in die Reihe der Progymnasien auf. Das neu gebaute, freigelegene Schulgebäude (heute Emil-Held-Haus) weist alle zweckmäßigen Einrichtungen auf.

Krankenhaus eröffnet

Der Errichtung des Progymnasiums folgte 1907 der Neubau eines Distriktskrankenhauses in Hersbruck (Distrikt hieß später Landkreis). Bericht vom 2. Januar: Am heutigen Tage wurde das neugebaute, von der Erhöhung nordöstlich der Stadt freundlich herabschauende Distriktskrankenhaus feierlich seiner Bestimmung übergeben (es stand damals an der Großviehbergstraße allein auf weiter Flur).

Tödliche Diphtherie

Warum Epidemien unter unseren Vorfahren großen Schrecken verbreitet haben, zeigt die folgende „Einladung“ des Hersbrucker Pfarrers Wilhelm Ulmer vom 18. Dezember 1872: Donnerstag, den 19. Dezember, morgens acht Uhr gedenke ich in der Spitalkirche eine Gedächtnißpredigt zu halten auf die 69 lieben Kinder, welche dahier dem Rachencroup (Diphtherie) erlegen sind.

Kath. Kirche geweiht

HZ vom 10. Oktober 1932: Der gestrige Sonntag war für die katholische Pfarrgemeinde ein Tag der Freude ob der Erfüllung eines lange und sehnlich gehegten Wunsches: die neue Kirche, in emsiger Arbeit aller am Bau beteiligten Kräfte rasch erstanden, wurde in feierlicher Weihe ihrer Bestimmung übergeben.

Strudelbad eröffnet

An Pfingsten 1935 wurde das Hersbrucker Strudelbad eröffnet: Draußen vor der Stadt, am Ufer der Pegnitz, am früheren Strudel, ist in anderthalbjähriger Arbeit eine Anlage entstanden, die zu den Sehenswürdigkeiten Frankens gehört und eine Pflegestätte deutscher Volksgesundheit darstellt, wie wir sie in so idealer Vereinigung aller Vorzüge im ganzen Gau kaum finden.

Rathaus wieder aufgebaut

Am 19. April 1945, drei Tage nach dem Einmarsch der amerikanischen Truppen in Hersbruck, ging das Rathaus in Flammen auf. Nach sieben Jahren, genau auf den Tag, wird es heute nach Vollendung seines Wiederaufbaus und seiner Innenausstattung seiner Bestimmung übergeben.

Das Schulzentrum

Der alte Landkreis Hersbruck verwirklichte gegen Ende seines Bestehens sein größtes Projekt: das Hersbrucker Schulzentrum. 17. September 1971: Heute wird die staatliche Realschule Hersbruck feierlich eingeweiht. Zwei Monate später, am 17. November 1971: Nach einer Bauzeit von 14 Monaten wurde das Richtfest am bisher größten Schulneubau im Landkreis Hersbruck, dem Zentralschulhaus an der Happurger Straße, begangen.